Warum spiritueller Perfektionismus dir schadet

Kürzlich begegnete mir einer dieser Appelle daran, die eigene Spiritualität mehr ins Leben zu integrieren:
„Entscheide dich jetzt zu 100% für Gott! Keine Ablenkungen mehr! Jetzt ist die Zeit, deine wahre Identität VOLL UND GANZ anzunehmen!“

Meine Reaktion darauf war interessant. Im Grunde will ich das ja – meinen Alltag aus meiner Spiritualität heraus leben. Also hätte dieser Aufruf in mir ja eigentlich Berührung und Begeisterung auslösen müssen. Eigentlich.
Stattdessen fühlte ich mich schlagartig gestresst und kam mir minderwertig vor. Offensichtlich gab es noch etwas zu „verbessern“!

Mehr Hingabe, mehr Konsequenz! Weniger Abschweifungen! Weniger Ego!
Richtig! Ich sollte mich jetzt echt mal am Riemen reissen, damit das mit der Erleuchtung in diesem Leben noch was wird!!!

Und schnapp – schon war es passiert.
Ich war in die Falle des spirituellen Perfektionismus geraten!

Diese Falle sieht folgendermaßen aus: Du strebst irgendetwas an, was an und für sich gut und lohnenswert ist. Erwachen zum Beispiel. Oder bedingungslose Liebe. Urteilsfreiheit.

Du bist fest entschlossen, dein Ziel zu erreichen. Du hast dich dafür entschieden.

Doch dann schleicht sich der Saboteur ein: Druck!

Das Ziel stimmt, doch wir wollen es mit den falschen Mitteln erreichen.

Wie kommen wir denn zum Erwachen und in die bedingungslose Liebe?
Indem wir annehmen, was ist. Indem wir uns öffnen. Indem wir aufhören, gegen Situationen, Menschen und Gefühle anzukämpfen.
Nur dann kann die Wahrheit zu uns durchdringen.

Wir müssen die Wahrheit und die Liebe nicht suchen und sie uns nicht verdienen. Beide sind schon da und suchen uns!

Wenn wir in die Perfektionismusfalle tappen, fangen wir einen inneren Kampf an. Wir unterteilen die Dinge wieder in „gut“ und „schlecht“, „spirituell erwünscht“ und „spirituell unerwünscht“, Egogedanken, die „weg müssen“ und heilige Gedanken, die wir „haben sollten“.

Und schon sind wir dabei, uns selbst ändern zu wollen, uns vorzuwerfen, wenn wir abweichen und uns wegen unserer scheinbaren Mängel und Schwächen unwürdig vorzukommen.
Und genau daran können wir die Falle erkennen: Wir fühlen uns nicht mehr wohl, nicht im Frieden!

Natürlich hat sich da dann auch wieder das Konzept eingeschlichen, dass wir uns das Erwachen und die Liebe Gottes irgendwie „verdienen“ müssten – indem wir das Richtige denken, die richtigen Gefühle haben und brav unserem spirituellen Weg folgen.

Damit sind wir dann im genauen Gegenteil dessen gelandet sind, wie wir wirklich erwachen und zur Liebe finden, denn wie oben schon gesagt, passiert dies durch das Annehmen dessen, was ist. Dazu gehört auch das Annehmen unserer scheinbaren Unvollkommenheiten.
Wir möchten zur Liebe erwachen – doch können wir uns selbst so lieben, wie wir sind???
Wie wir jetzt sind? Mit „negativen“ Gefühlen, mit urteilenden Gedanken, mit menschlichen Schwächen?

Ich sage damit nicht, dass es egal ist, was man denkt und fühlt und wie man sich verhält. Nein, es ist wichtig, sich immer wieder innerlich neu auszurichten.
Aber dabei dürfen wir nicht in einen Kampf gegen uns selbst verfallen, denn dadurch stellen wir uns selbst ein Bein.

Probieren wir es mal aus – wie wäre es, zu sagen:
„Ja, ich urteile noch. Ja, ich habe keine Lust, 24 Stunden am Tag an Gott zu denken. Ich will auch mal fernsehen oder shoppen gehen. Ja, ich habe noch Wut, Ärger und Hass in mir. Das darf alles sein.“
Wie fühlt sich das an?

Und wie fühlt es sich stattdessen an, sich selbst zu sagen:
„Ich muss mich jetzt voll und ganz für Gott entscheiden, Schluss mit allen negativen Gefühlen, weg mit den Urteilen, ich gebe ab jetzt 100%!!!“

Vielleicht ist das bei dir anders, doch für die meisten von uns erzeugt die erste Aussage Gefühle der Entspannung und Erleichterung, und eine Ahnung, geliebt zu sein. Bedingungslos. Egal, was ist! 🙂
Die zweite Aussage erzeugt eher Stress und ein Gefühl, eben nicht bedingungslos geliebt zu sein, sondern sich ändern zu müssen. Kampf gegen sich selbst eben.

Der Trick liegt darin, dass die Veränderung von alleine kommen wird. Wir können sie nicht erzwingen!
Wir können gewisse Gefühle und Gedanken nicht „wegentscheiden“, also mit dem Kopf beschließen, dass sie nie wiederkommen dürfen.

Wenn wir aber beschließen, uns selbst zu lieben, auch mit unseren „Unvollkommenheiten“, wenn wir unsere Augen für das Gute auch in dem scheinbar Schlechten öffnen, wenn wir immer wieder um Inspiration und die Korrektur unserer Wahrnehmung bitten, dann geschieht die Veränderung, und unsere Gefühle und Gedanken verändern sich wirklich.

Wie Ein Kurs in Wundern sagt, geht es darum, durch die Illusionen hindurch zu schauen und die göttliche Wahrheit hinter allem zu erkennen.
Das können wir nicht, solange wir den Illusionen den Kampf ansagen.

Für mich drückt sich diese Wahrheit auf wunderschöne Weise in dem berühmten Song der Beatles „Let it Be“ aus:

„When I find myself in times of trouble,
mother Mary comes to me.
Speaking words of wisdom:
LET IT BE!“

(„Wenn ich Sorgen habe, kommt Mutter Maria zu mir und spricht Worte der Weisheit: NIMM ES AN, WIE ES IST!“)

Wir wünschen dir einen Tag des Annehmens,
des Aufgebens und der Liebe!

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