Wie geht das mit „den Christus im anderen sehen“?

Machst du „Ein Kurs in Wundern“ und fragst dich, was genau damit gemeint ist, „den Christus im anderen“ zu sehen?

Bedeutet es, dass ich eines Morgens aufwache und mein Mann sieht nicht mehr aus wie mein Mann, sondern hat auf einmal lange dunkle Haare und ein wallendes weißes Gewand an?
Meine Kinder haben dunkle Locken und schauen mich aus sanften Jesusaugen schweigend an, anstatt in der Wohnung herumzurasen?
Meine Nachbarn haben alle etwas Morgenländisches an sich und grüßen mich plötzlich mit „Friede sei mit dir, geliebte Schwester!“?

Wer sich ein wenig mit dem Kurs auskennt, weiß, dass es nicht ganz so abläuft, sondern darum geht, die wahre göttliche Natur des Menschen zu erkennen.
Die Theorie lautet: So, wie wir geschaffen sind, sind wir gut. Unsere Essenz besteht aus Licht und Liebe.
Aber auf dieser Welt laufen wir alle sozusagen verkleidet herum. Über unser wirkliches Wesen haben wir Ego-Kostüme angezogen.
Wir verhalten uns so ganz und gar nicht wie Licht und Liebe und tun nach besten Kräften so, als ob wir mit dem ganzen göttlichen Kram nichts zu tun haben.

Was angefangen hat wie ein lustiges Spiel, ist insofern in die Hose gegangen, als wir uns nicht mehr daran erinnern können, dass es ein Spiel ist und wir auch wieder damit aufhören könnten.
Wir haben unsere wahre Identität vergessen und denken wirklich, wir wären die einer ziemlich durchgeknallten Welt ausgelieferte Persönlichkeit, deren Rolle wir angenommen haben.
Wir haben vergessen, dass das hier unser (kollektives) Theaterstück ist.

Diejenigen von uns, die mittlerweile die Nase von dem ganzen Mummenschanz voll haben, stehen nun vor der Aufgabe, wie sie das mit dem Erinnern hinbekommen.
Dieses Erinnern nennt der Kurs das „Erwachen aus dem Traum“.
Wir können uns gegenseitig bei diesem Erwachen helfen, wenn wir uns darauf konzentrieren, die jeweilige Verkleidung gegenseitig zu durchschauen. Wenn ich in der Lage bin, den göttlichen Ursprung im anderen wahrzunehmen, helfe ich damit ihm und mir beim Erwachen.
Das Durchschauen der Verkleidung wiederum nennt der Kurs „Vergebung“.

Das klingt soweit ja nachvollziehbar, oder?
Der schwierige Teil fängt aber jetzt erst an, nämlich mit der Frage: Wie mache ich das???
Wie zum Teufel kann ich etwas Göttliches, Liebevolles erkennen in dem Typen, der mir die Vorfahrt nimmt, dem Lehrer, der mein Kind ungerecht benotet hat oder im Finanzamt, das mir gerade ungerechtfertigterweise Geld abknöpfen will?

Der Kurs spricht hier davon, dass man den so genannten „Heiligen Geist, die „Stimme für Gott“ in uns, bitten soll, die Wahrheit gezeigt zu bekommen. Genau. Es geht um einen Perspektivwechsel.

Leider fällt dieser Perspektivwechsel den meisten von uns nicht einfach. Es geht einfach nicht so „auf Knopfdruck“, die Welt und alle Menschen darin mit ganz anderen Augen zu sehen, vor allem, wenn man am Anfang gar nicht weiss, wonach man eigentlich Ausschau halten soll!

Zum Glück gibt es hier eine wunderbare, elegante Brücke, die leider von vielen Kursschülern missverstanden und deshalb nicht angewendet wird.
Worauf ich hinauswill, ist was Marshall Rosenberg mit seiner „Gewaltfreien Kommunikation“ lehrte. Er hat ganz eindrücklich demonstriert, wie man sich zum guten Kern in jedem Menschen vorarbeiten kann, und zwar mit Hilfe seines Verständnisses von Empathie.

Was Empathie oder empathisches Zuhören ist und wie es geht, beschreibe ich detailliert in diesem Artikel.

Worum es mir hier geht, ist ganz klar zu machen, dass Empathie nichts damit zu hat, sich in irgendwelche menschlichen Niederungen herabzulassen und zu verirren.
Viele Menschen, die erwachen möchten, scheinen Angst davor zu haben, sich womöglich zu sehr auf das Menschliche einzulassen und damit noch mehr ihre göttliche Identität zu vergessen, an die sie sich doch so sehnlich erinnern möchten.
Damit einher geht oft ein Rückzug aus der Welt und von ihren Mitmenschen.

Ja, jeder von uns braucht Ruhe, Zeit zum Besinnen, Zeit für sich selber.
Doch wie uns der Kurs auch sagt, können wir nicht allein erwachen.
Wir brauchen dazu unsere Brüder und Schwestern, denn die spiegeln uns einerseits die Dinge an uns, die wir in uns noch zu heilen haben, doch sie bieten auch in jeder Begegnung die Chance, unsere wahre Identität ineinander zu erkennen.

Empathie hilft dabei, weil sie jedem Menschen bei allem, was er tut, eine lebensdienliche (= liebevolle) Absicht unterstellt. Sie sucht aktiv nach der Liebe, die als Antrieb hinter allem Verhalten steckt, auch wenn der Impuls sehr verzerrt rüberkommt.
Dies schafft sie, indem sie sich nicht auf das Verhalten fokussiert, sondern auf die Bedürfnisse, die der Mensch damit versucht hat zu erfüllen.
Jeder Mensch versucht nämlich bei allem, was er tut, Bedürfnisse zu erfüllen.
Diese können eigene Bedürfnisse sein oder die von anderen.

Das Problem sind dabei nicht die Bedürfnisse, sondern die Wege, die jemand zu ihrer Erfüllung beschreitet. Diese Wege können durchaus in die Kategorie „Das Gegenteil von gut gemacht ist gut gemeint“ fallen, doch darum geht es nicht.
Nehmen wir einmal ein ganz krasses Beispiel: Diese Sache lässt sich sogar auf Selbstmordattentäter anwenden. Ein solcher mag als Antrieb für seine Tat Bedürfnisse haben wie Zugehörigkeit (er fühlt sich aus der Gesellschaft ausgeschlossen) oder Sicherheit (er sieht vielleicht sich und seine Familie in der Welt bedroht und denkt, wenn er genug Feinde umbringt, dann wird es für seine Angehörigen sicherer. Und er ist dann im Himmel und sowieso in Sicherheit).
Und an diesen Bedürfnissen ist nichts falsch.

Das bedeutet aber auch nicht, dass wir mit dem Verhalten einverstanden sind und es gut finden, nur weil wir empathisch sind!!!
Wir erkennen lediglich an, dass hinter jedem Verhalten ein nachvollziehbares Bedürfnis stecken muss. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Wir graben solange, bis wir dieses Bedürfnis finden. Und wenn wir es gefunden haben, können wir sehen, dass dieser andere nicht durch und durch schlecht ist, sondern lediglich fehlgeleitet in seinem Weltbild und seinen Strategien.

Mehr noch: Da Bedürfnisse universell sind und für alle Menschen gelten, können wir sehen, dass wir uns gar nicht so sehr voneinander unterscheiden, wie wir immer denken. Der Unterschied zwischen einem Menschen, der einen anderen umbringt, und einem anderen, der niemanden umbringt, liegt nicht in den Bedürfnissen.
Jeder von uns will Sicherheit, Gemeinschaft, Hilfe, Zugehörigkeit, Wertschätzung, Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf. Nur jeder verfolgt seine Bedürfnisse auf unterschiedliche Weise.

Zu erkennen, dass wir uns in diesem wesentlichen Punkt, der unser Menschsein ausmacht, alle gleich sind, hilft uns die Einheit spürbar werden zu lassen, von der beim Erwachen ja auch immer die Rede ist.
Und zu merken, dass jeder aus Bedürfnissen heraus handelt, hat echte Durchschlagskraft. Damit wird klar, dass jeder von uns von einer Kraft beseelt ist, die zum Leben beitragen will.
Könnte es vielleicht doch stimmen, dass wir tief drinnen von Liebe bewegt werden?

Und damit haben wir die Verkleidung durchschaut.

Bedürfnisse sind übrigens kein Hindernis auf dem spirituellen Weg, sondern können dir wertvolle Dienste beim Erwachen leisten. (Lies hier, wie!)

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Artikel ein wenig neugierig auf Empathie machen, denn ich empfinde sie als so eine große Hilfe und bin sooooo dankbar, sie bei Marshall Rosenberg erlebt zu haben, dass ich einfach der ganzen Welt davon erzählen will!

Ganz definitiv steht sie nicht im Widerspruch zum Willen, zu erwachen, im Gegenteil. Mir ist sie ein unersetzliches Hilfsmittel geworden, um zu sehen, was hinter dem Ego eines Menschen wirklich los ist.

Vielleicht möchtest du auch folgendes zu diesem Thema lesen: Macht empathisches Zuhören eine Geschichte wahr?

Es würde mich freuen, zu hören, was in dir lebendig ist, jetzt wo du gerade diesen Artikel gelesen hast.
Und: Ich bin mir bewusst, dass mir nicht jeder in allem folgen kann, da nicht alle meine Leser denselben Hintergrund mit Ein Kurs in Wundern oder Gewaltfreier Kommunikation haben.
Deshalb stelle gerne Fragen, wenn du welche hast – ich habe Spaß daran, sie zu beantworten!
Am liebsten wäre mir unten im Kommentarbereich, damit auch andere Leser davon profitieren können.

Vielen herzlichen Dank!

Kendra

Noch etwas: Den Christus in einander durch Empathie zu erkennen, üben wir an unserem Wochenendworkshop am 26. und 27. August 2017 in Basel.

Würdest du gerne erfahren, wie das ist?

Dann lies hier die Workshopbeschreibung und finde heraus, ob diese zwei Tage für dich sind!

P.S.: Wenn du diesen Artikel hilfreich findest, dann teile ihn doch bitte über die sozialen Netzwerke! Danke! <3

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12 thoughts on “Wie geht das mit „den Christus im anderen sehen“?

  1. Hallo Kendra, ich finde den Artikel sehr hilfreich, da er die Antwort, die ich auf einen aktuellen Konflikt erhalten habe, bestätigt und in der Tat war bei diesem Konflikt und der Antwort in dem Zusammenhang das Beispiel, das mir gegeben wurde eben auch aus dem Bereich des Glaubens-Terroristen (egal welchen Glaubens), dessen Bedürfnis es ist, die Welt ein bisschen besser zu machen (Liebe?) – und ja, die gewählten Mittel sind Fehler und könnten eine Korrektur brauchen 😉
    Viele Grüße
    Beate Andrae

    • Liebe Beate, das freut mich total zu hören! Ich war mir noch unsicher, als mir das Beispiel in den Sinn kam, ob es nicht zu krass ist. Aber dann, dachte ich, müssen sich hübsche Theorien doch gerade an den besonders herausfordernden Situationen messen lassen. Bei der Korrektur der Mittel bin ich ganz und gar dabei! 🙂

  2. Liebe Kendra,
    dein Artikel kam genau zur richtigen Zeit für mich. So habe ich mich erinnert, dass es nur Liebe oder den Ruf nach Liebe gibt. Und so war es möglich, meine momentane ‚Du raubst mir den letzten Nerv-Frau‘ mit Empathie wahrzunehmen. Und nicht nur sie, sondern auch mich!
    Was für eine Erleichterung.
    Umärmelung, Evi Engen

  3. Danke dir Kendra, für diesen wertvollen Anstoss, ein Ereignis bzw. die „anderen“ anders zu betrachten als ich es bisher tat…

    Gerade habe ich „mich“ in einer Situation erlebt, wo ich durch Worte von 2 Personen (meiner Meinung nach massiv) angegriffen fühlte. Sozusagen unter der Gürtellinie getroffen. Und frage mich seitdem wie ich damit umgehen kann. Der HG hat mich glücklicherweise schon darauf hingewiesen, dass ich hier wohl ein Opferthema am laufen hab…und dennoch wollte ich einfach verstehen, wieso die das gemacht haben. (diese Worte benutzt um mich anzugreifen)…dein Artikel bringt da ein kleines bisschen Licht ins Dunkel! Kann es sein, dass Menschen dass Bedürfnis haben, einem zu helfen, indem sie zu dir (vor allen Kollegen) sagen: „na du hast aber bestimmt 20 Kilo zugenommen, seitdem du bei uns arbeitest“ mit einem hämischen Lachen garniert. Was für ein Bedürfnis könnte sich denn hinter so einem Verhalten verbergen? So richtig komme ich nicht drauf…und würde mich über hilfreiche „Denkanstösse“ in der Hinsicht sehr freuen…

    Liebe Grüße!

    • Liebe Eva,

      meine Vermutung wäre, dass diese Menschen ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit und wertvoll sein haben – mit anderen Worten, sie fühlen sich allein und wertlos. Das wollen sie unbewusst ausgleichen, indem sie dich durch so einen Kommentar versuchen zu entwerten und dich auch ein wenig an den Rand zu drängen.
      Könnte das vom Gefühl her passen?

      Liebe Grüsse und danke für diese spannende Frage!

      Kendra

  4. Liebe Kendra,

    ich kann Deinen Ausführungen nur zu 100% zustimmen: Und es ist genau so, wie ich es auch mittlerweile erlebe und aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

    Hierbei gibt es auch noch eine Hilfe: Je mehr wir das Göttliche, unseren Wahren Göttlichen Wesenskern, in uns selbst spüren und annehmen können, desto mehr können wir dies auch in unserem Gegenüber fühlen und wahrnehmen/erkennen.

    Um gerade „fehlgeleitetes Verhalten“, z.B. bei Selbstmord-Attentätern, „verstehen“ zu können, empfinde ich insbesondere das Buch „JETZT“ von Eckhart Tolle hilfreich. Er beschreibt, wie unser „Schmerzkörper“ funktioniert, ein emotionales Feld, das wir aufgrund vergangenen Leidens fast zu einem eigenen Wesen gemacht haben, und das immer wieder „versucht“, den Schmerz alter Leidenserlebnisse/Erfahrungen neu zu verstärken, weil wir uns eben mit diesem Schmerz und der damit verbundenen „Persona“ (getrennte Einzelwesenheit) identifizieren.
    Schmerz führt dazu, dass wir diesen immer wieder verstärken wollen und es so oft ablehnen, von Liebe berührt zu werden, um damit unser eigenes Verhalten und unsere Identifikation bestärken und aufrecht erhalten zu können. In „Ein Kurs in Wundern“ wird dies erklärt, indem gesagt wird, dass wir unsere vergangenen Erfahrungen und Urteile auf unsere gegenwärtigen Umstände projezieren und diese daher falsch bewerten – und so „Schuld“ und die damit verbundenen Opfer-Täter-Beziehungen aufrecht erhalten. Die Sühne (VerSöhnung) lässt uns die so entstandene Trennung(s-Illusion) aufheben und die Opfer-Täter-Spiele auflösen.

    Ganz praktisch stehe ich jedoch immer wieder vor einem Problem, um das sich viele „Lehrer“ des Kurses gerne geschickt herumdrücken: Was tun, wenn ich das Göttliche und Vollkommene, den Christus, in einem bestimmten Menschen sehe und ihm vergebe, er aber (noch) nicht dazu bereit ist, seine Rolle als getrennte (Opfer-)Wesenheit aufzugeben? So wird er trotz Vergebung immer wieder das gleiche verletzende (Angriffs-)Verhalten an den Tag legen. Ich kann dann immer wieder vergeben, aber er „wacht nicht auf“, weil er dazu noch nicht bereit ist.
    Im Extremfall kann man diese Fragestellung beispielsweise in der Situation einer Frau sehen, die immer wieder von ihrem Mann missbraucht wird. Sie kann noch und nöcher vergeben, aber der Missbrauch wird u.U. dadurch nicht aufhören.
    Ich habe bisher keine Stelle im Kurs gefunden, die hierauf Antwort gibt.

    Nach meinem eigenen Verständnis ist dies ein Fall, den der Kurs meint, wenn er aussagt, dass wir nur dann erlöst und erweckt werden können, wenn wir ALLE, also auch der letzte von uns, erlöst und erwacht ist. Nur dann ist vollkommener Friede möglich, weil wir dann alle wieder allumfassend – UND BEWUSST – vereint sind.

    Eine klare Antwort auf die praktische Frage habe ich – zumindest im Moment – leider noch nicht. Aber vielleicht werde ich die im Laufe der Zeit noch finden…

    Ganz herzliche Grüße

    Martin

    • Lieber Martin,

      Eckhart Tolles Beschreibung von dem Schmerzkörper kenne ich auch und sie ist wirklich gut! Danke für die Erinnerung!

      Zu deiner Frage mit den Menschen, die nicht aufwachen, auch wenn man ihnen vergibt, kommen mir zwei Gedanken:
      Am Beispiel mit der missbrauchten Frau: Benutzt sie vielleicht Vergebung, um ihren Mann zu ändern? Dann wäre es ja streng genommen ein Kontrollversuch 😉 Vergebung ist meinem Verständnis nach erst dann Vergebung, wenn wir Frieden haben und nicht mehr das Verlangen, den anderen zu ändern. Was nicht heisst, dass wir nicht für uns selbst aus Selbstliebe Konsequenzen ziehen und einen anderen Weg gehen können.
      Aber du zielst ja eher darauf ab, was wir machen sollen, wenn wir erst mit allen anderen erwachen können, die aber nicht bereit sind, richtig?
      Vielleicht ist es so gedacht, dass wir erst dann ganz erwachen, wenn wir innerlich aufgehört haben, einen Bruder oder eine Schwester insgeheim ausschließen zu wollen? Unabhängig davon, ob sie selber so weit sind?
      Jesus ist ja auch erwacht, ohne dass der Rest der Welt soweit war.

      Aber ich habe die Antwort auch nicht. Auf jeden Fall ist das ebenfalls eine sehr spannende Frage, die nehme ich gerne als Anregung und lasse dich wissen, wenn etwas dazu mir über den Weg läuft.

      Liebe Grüsse,

      Kendra

      • Hallo Kendra. Mein Lehren, Das Antlitz CHRISTI im Bruder sehen zu wollen, anstelle dessen, was mir meine körperlichen Augen zeigen, wurde bei mir zu einer unbeschreiblich schönen Erfahrung. Ich lehrte und lehrte das für einige Zeit ( 2-3 Jahre) und war selbst überrascht, wie beharrlich das gelernt werden wollte und dann war der Tag da, wo ich dieses Bild des CHRISTUSES anstelle des Körperbildes erblicken durfte. Wie es im Kurs steht, habe ich noch nie etwas schöneres gesehen, am Anfang wusste ich nicht, was da eigentlich geschehen war. Mittlerweile dehnt sich das immer mehr aus, wodurch auch die Besonderheit, das mit nur einem Bruder erlebt zu haben, verschwunden ist. Und an Motivation fehlt es mir auch nicht mehr, weil dieser Anblick alles bietet. Ich arbeite nur mit dem Kurs, für mich ist er Komplet. Die andere Welt muss mein Geist erst verursachen, innen, damit mein Geist sie äussern kann als Ursache. Dieses andere Denken geht nur mit Vergebung. LG, Urs.

        • Hallo Urs, das klingt echt wunderbar, was du erlebst! Magst du uns noch mehr darüber sagen, wie du dorthin gekommen bist? Hast du „einfach“ bei jeder Begegnung darum gebeten?

          • Ja, gerne. Ich habe bemerkt, das ich mit meinen Bedeutungen von Liebe nicht alle lieben konnte. Es muss aber möglich sein, zu erkennen, wer ich in Wahrheit bin. Erst durch das Erwerben der Vergebung, verstehe ich jetzt, was ich vorher gar nicht verstehen konnte, das kann mir auch niemand frei haus liefern, das muss ich selber lernen wollen. Dann habe ich auf die Menschen geschaut und mir im Geist gesagt, dass ich stattdessen das Antlitz CHRISTI sehen will. Ich lehrte das einfach so lange, bis ich es gelernt habe, und dann durfte ich es in der Begegnung mit einem Bruder erkennen. Es war kein wahrnehmen, sondern eine geistige Schau. In Bad Meinberg hatte ich eine Erfahrung, dass dieses Licht (während einer Session) von einem Bruder direkt zu mir ging, und ich es als Gefühl des Eins Seins erlebte, einfach wundervoll. Wie bin ich dorthin gekommen? Als ich mit dem Kurs begann, habe ich nichts verstanden, dann traf ich die Entscheidung den Kurs als den anderen Weg zu akzeptieren, nach dem ich ja auch gefragt habe. Ich will diesen Kurs lernen! Dieses beharrliche Festhalten, an diesem Wollen, wird in meiner Erfahrung so was vom HIMMEL unterstütz, dass es für mich keine Frage mehr ist, wer mir da geholfen hat, mit dem Kurs in meinen Lernen so fortzuschreiten. Ich bin so dankbar und nehme diese Wunder mit Freude an. Wenn ich GOTTES Heilsplan praktiziere, kann ich nicht scheitern. In tiefer Verbundenheit, Urs.

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